Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Das Studierendenwerk Osnabrück und seine Umwelt
Nachhaltigkeitsthema:
Klima? Klar!
Geschäftsbereich:
Essen
Integration nachhaltiger, pflanzenbasierter Ernährungsformen (Menü-Linien: Mensa Global, Mensa Classic, Mensa Active)
- Pendeln der Mitarbeitenden
- Hohe THG Emissionen durch Lebensmittelbeschaffung (im SWOS nicht messbar)
- Hohe Anzahl an Anlieferungen
Geschäftsbereich:
Wohnen
- Reduktion der THG-Emissionen durch Sanierung von Gebäuden
- Vermittlung von Wohngemeinschaften
- Wohnheime in Campusnähe und gut an den ÖPNV angebunden
- Möglichkeiten für mobiles Arbeiten in der Verwaltung
- Vermeiden von THG-Emissionen aus fossiler Stromerzeugung
- Reduktion der THG-Emissionen durch Betrieb von PV-Anlagen
- Energetisch effiziente Gebäude
- CO2-Bindung durch Kompensationszahlungen
- Emissionen durch Bau von Gebäuden
- Pendeln der Mitarbeitenden
- Kein mobiles Arbeiten für Hausmeister:innen
- THG-Ausstoß durch Verwendung fossiler Energieträger
- THG-Ausstoß durch energetisch ineffiziente Gebäude im Altbestand
- THG-Emissionen durch Betriebsfahrten der Haustechniker:innen
Geschäftsbereich:
Finanzierung
- (Begrenzte) Möglichkeiten für Mobiles Arbeiten
- Digitale Antragstellung möglich
- Ressourceneinsparung durch E-Akte
Pendeln der Mitarbeitenden
Geschäftsbereich:
Beratung
- Reduzierung CO2-Ausstoß durch digitales Beratungsangebot
- Optimierte Büronutzung
- Pendeln der Mitarbeitenden
- kaum Möglichkeiten für mobiles Arbeiten
- Beratungsstelle nur angemietet (keine Veränderungen des Gebäudes möglich)
Nachhaltigkeitsthema:
Energie – aber bitte effizient
Geschäftsbereich:
Essen
- Mögliche Energiesparmaßnahmen werden genutzt (z.B. Abschaltung bei Schließzeiten in den Semesterferien)
- Optimierte Lüftungslaufzeiten
- Energieaudits intern und extern
- 100% Ökostrom
- Erhöhter Energieverbrauch durch Spülmaschinen
- Hoher Energieverbrauch durch Küchengeräte (z.B. Kombidämpfer, Großfritteuse)
- Hoher Energieverbrauch in den Mensen und Cafeterien in den Stoßzeiten
- Lüftungslaufzeiten
Geschäftsbereich:
Wohnen
- Mögliche Energieeinsparungen nach Sanierungen
- 100% Ökostrom
- Energieeinsparung durch LED-Beleuchtung
- Betrieb von PV-Anlagen durch Einspeisung von Grünstrom ins Netz
- Hoher Energieverbrauch im Verwaltungsgebäude (z.B. Nutzung von Computern, Heizung)
- (Hoher) Energieverbrauch der Mieter:innen
- Abrechnung der Warmmieten (keine Nebenkostenabrechnung für Studierende sichtbar: Sensibilisierung für Energiesparen gering)
- Fehlender Einfluss und Messbarkeit des Nutzungsverhaltens der Mietenden (z.B. Warmwasserverbrauch, Heizung, Strom)
- Schlechte Energieeffizienz durch veraltete Beleuchtung (Leuchtstoffröhren, alte Energiesparlampen, klassische Glühbirne)
- Gebäude ohne Wärmedämmung mit hohen Wärmeverlusten (fehlende Dachdämmung, Kalksandsteinfassaden, Geschossdecken teilweise unzureichend gedämmt, Fenster)
- Abhängigkeit von fossilen Energieträgern durch Nutzung von Verbrenner-PKWs
- Abhängigkeit von fossilen Energieträgern durch mit Öl und Gas bei betriebenen Heizanlagen
Geschäftsbereich:
Finanzierung
Keine
- Drucker (Bafög-Antrag kann nur digital gestellt, aber nicht direkt digital bearbeitet werden)
- Externer Server (Data Group)
- (Hoher) Energieverbrauch im Verwaltungsgebäude (Heizung, Strom, etc.)
- (Noch) keine digitalen Sprechstunden möglich
Geschäftsbereich:
Beratung
Gruppen/Kurse (8-14 Klient:innen können gleichzeitig betreut werden)
Nutzung von Ventilatoren/Heizungen (wegen mangelnder Dämmung)
Risiken und Chancen
CO₂-Transformation
Die CO₂-Transformation bringt für das Studierendenwerk Risiken wie hohe Investitionskosten und wachsende gesetzliche Anforderungen mit sich. Gleichzeitig eröffnet sie die Chance, Betriebskosten zu senken, Klimaschutz aktiv mitzugestalten und die eigene Vorbildrolle gegenüber Studierenden und Gesellschaft zu stärken.
Energetische Ertüchtigung der Einrichtungen/Anlagen aufgrund der aktuellen Klimaziele/Gesetzgebung:
Die energetische Ertüchtigung von Wohnanlagen und Mensen ist im Zuge der aktuellen Klimaziele und Gesetzgebung für das Studierendenwerk mit Risiken verbunden – etwa hohen Investitionskosten, baulichem Aufwand und steigender Komplexität bei Planung und Förderung. Gleichzeitig bietet sie die Chance, langfristig Energie- und Betriebskosten zu senken, CO₂-Emissionen zu reduzieren und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten – mit sichtbarem Mehrwert für Studierende und Gesellschaft.



Stakeholderinteressen: Studierende
Klimafreundliche und energieeffiziente Wohnanlagen und Mensen:
Für Studierende gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Viele erwarten – zu Recht – ein Umfeld, das klimabewusst und zukunftsorientiert handelt. In Wohnanlagen bedeutet das nicht nur Energieeffizienz, sondern auch ein angenehmes, gesundes Wohnklima. In der Mensa erwarten viele eine Kombination aus umweltfreundlichem Betrieb und nachhaltigen Speiseangeboten.


