Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Definitionen & Erklärungen
Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse hilft uns als Studierendenwerk dabei, herauszufinden, was wirklich wichtig ist – sowohl für die eigene Arbeit als auch für die Gesellschaft und die Umwelt. Dabei werden zwei Perspektiven betrachtet: Zum einen wird geschaut, welche Auswirkungen die Geschäftstätigkeiten des Studierendenwerks auf Menschen und Umwelt haben. Das können Aspekte sein wie verlässlicher Service für Studierende oder ein gutes Arbeitsklima für die Mitarbeitenden, aber auch hoher Energieverbrauch in den Mensen.
Zum anderen wird betrachtet, welche finanziellen Chancen und Risiken ökologische, soziale und ökonomische Themen auf das Studierendenwerk haben, z.B. wie sich Dauerregen in Osnabrück auf die Wohnheime oder ein Cyberangriff auf die Verwaltung auswirken würde.
Diese doppelte Sichtweise – von innen und von außen – hilft dabei, die Themen zu erkennen, die wirklich zählen. Gerade für ein Studierendenwerk ist das wichtig, denn es hat eine große Verantwortung: Es begleitet junge Menschen in einer wichtigen Lebensphase und gestaltet ihren Alltag in vielen Bereichen mit – beim Wohnen, beim Essen, bei der Beratung oder bei der Studienfinanzierung. Wenn das Studierendenwerk weiß, was für seine Arbeit und gleichzeitig für die Umwelt und die Gesellschaft bedeutend ist, kann es gezielt handeln. Es kann sich weiterentwickeln, nachhaltiger wirtschaften und fairer mit Menschen und Ressourcen umgehen. So zeigt es, dass es nicht nur an heute denkt, sondern auch Verantwortung für die Zukunft übernimmt.
Auswirkungsanalyse
- Welche Auswirkungen
haben die Spülmaschinen in den Mensen auf den gesamten Energieverbrauch des Studierendenwerks? - Wie wirkt
sich das Pendelverhalten der Mitarbeitenden der Studienfinanzierung auf den Klimaschutz aus? - Welchen Einfluss
hat die psychosoziale Beratungsstelle auf die Studierenden?
Jene Fragen wurden im Rahmen eines zweistündigen Workshops mit allen relevanten Geschäftsbereichen des Studierendenwerks (Wohnen, Hochschulgastronomie, Studienfinanzierung, Psychologische und soziale Beratungsstelle) diskutiert und entsprechend bewertet. Vertreter:innen dieser Bereiche reflektierten gemeinsam, welche direkten und indirekten Auswirkungen ihre Geschäftstätigkeiten auf ökologische, ökonomische und soziale Aspekte haben. Dabei wurden positive wie auch negative Effekte betrachtet, um eine ganzheitliche Einschätzung zu gewährleisten.
Risiko- und Chancen-Analyse
Zusätzlich zur Auswirkungsanalyse wurde eine umfassende Risiko- und Chancen-Analyse durchgeführt, um potenzielle Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und ökologischen, ökonomischen und sozialen Faktoren zu identifizieren. Dazu wurden ausgewählte Personen aus der Geschäftsführung, dem Rechnungswesen sowie aus der Bau- und Betriebstechnik in den Analyseprozess einbezogen.

Stakeholderanalyse
Gemeinsam wurde besprochen, was diesen Gruppen wichtig ist, welche Erwartungen sie haben und wo sie sich Veränderungen wünschen. So konnte ein besseres Verständnis dafür entstehen, welche Stimmen für die weitere nachhaltige Entwicklung des Studierendenwerks berücksichtigt werden müssen. Der Workshop hat damit nicht nur einen spannenden Austausch ermöglicht, sondern auch einen wichtigen Schritt hin zu bewussten Entscheidungen eingeleitet, die alle Beteiligten in den Blick nehmen.
Im Rahmen der Nachhaltigkeits-AG hat das Studierendenwerk gemeinsam mit Studierenden und Mitarbeitenden eine Stakeholderanalyse durchgeführt. Dabei wurde überlegt, welche Personen und Gruppen vom Handeln des Studierendenwerks betroffen sind – und wer umgekehrt Einfluss auf das Werk hat. Das können zum Beispiel Studierende, Mitarbeitende, Lieferanten, Hochschulen oder auch die Stadt sein.
Eddie fasst zusammen



Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Betrachtet, welche Themen für die Organisation und für Umwelt und Gesellschaft wichtig sind – sowohl in ihren Auswirkungen als auch in ihren Risiken und Chancen.
Auswirkungsanalyse
Untersucht, wie die Tätigkeiten des Studierendenwerks ökologische, soziale und ökonomische Auswirkungen haben – positiv wie negativ.
Risiko- und Chancen-Analyse
Bewertet, welche finanziellen und betrieblichen Risiken und Chancen sich aus ökologischen, sozialen und ökonomischen Entwicklungen ergeben.
Stakeholderanalyse
Identifiziert die Gruppen, die vom Handeln des Studierendenwerks betroffen sind oder Einfluss darauf haben, und erfasst deren Erwartungen und Anliegen.

