Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Das Studierendenwerk Osnabrück und seine Mitarbeitenden
Nachhaltigkeitsthema:
Gute Arbeit, gutes Klima
Geschäftsbereich:
Essen
Flexible Arbeitszeiten in der Verwaltung
- Hohe Arbeitsbelastung zu Öffnungszeiten der Mensen
- Unflexible und unregelmäßige Arbeitszeiten in den Küchen
- Befristete Arbeitsverträge
Geschäftsbereich:
Wohnen
Flexible Arbeitszeiten in der Verwaltung
- Hohe Arbeitsbelastung in Ein- und Auszugsphasen (viele Studierende, zu wenig Zimmer)
- Zeitliche Einschränkung der Freizeit durch Bereitschaftsdienst für Vor-Ort-Personal in Wohnanlagen
- Keine Möglichkeiten für mobiles Arbeiten für die Hausmeister
Geschäftsbereich:
Finanzierung
Flexible Arbeitszeiten
Überlastung der Mitarbeitenden durch Personalmangel und zu vielen Anträgen
Geschäftsbereich:
Beratung
- Regelmäßige Fortbildungen für Mitarbeitende und Führungskräfte
- Mitarbeiter:innen zentrierter Führungsstil
Keine



Stakeholderinteressen: Mitarbeitende
Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben:
Flexible Arbeitszeiten, familienfreundliche Regelungen und ein respektvoller Umgang mit individuellen Lebensphasen fördern nicht nur Zufriedenheit und Motivation, sondern stärken auch die langfristige Bindung an das Studierendenwerk. Eine gute Balance ist heute ein entscheidender Faktor für Arbeitgeberattraktivität.
Personalentwicklung:
Personalentwicklung bildet die Basis für berufliche Perspektiven, fachliche Qualität und organisationalen Wandel. In Zeiten zunehmender Anforderungen – etwa durch Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Fachkräftemangel – sind gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote entscheidend, um Wissen zu sichern, Talente zu fördern und das Studierendenwerk zukunftsfähig aufzustellen.
Nachhaltigkeitsthema:
Gleich fair für alle
Geschäftsbereich:
Essen
Vereinbarkeit von Beruf und Familie in unterschiedlichsten Lebensphasen
Überdurchschnittlicher Frauenanteil in niedrigen Entgeltgruppen (besonders in den Küchen)
Geschäftsbereich:
Wohnen
Vereinbarkeit von Familie und Beruf in allen Lebensphasen
Keine
Geschäftsbereich:
Beratung
- Schulungen zu Inklusion, Antidiskriminierung und psychischer Gesundheit
- Vereinbarkeit von Familie und Beruf in allen Lebensphasen
Keine
Risiken und Chancen
Demografischer Wandel
Der demografische Wandel stellt ein Risiko für das Studierendenwerk dar – etwa durch Fachkräftemangel, altersbedingte Fluktuation und veränderte Arbeitsanforderungen. Gleichzeitig eröffnet er die Chance, Gleichbehandlung und Chancengleichheit im Team zu fördern: durch altersgerechte Arbeitsmodelle, generationenübergreifendes Wissen und eine vielfältige, inklusive Personalpolitik.
Nachhaltigkeitsthema:
Werte leben, Kultur gestalten
Geschäftsbereich:
Essen
- Einkaufskooperationen (deutschlandweit-DSW): gleiche Preise in NRW und Osnabrück
- Einkauf energieeffizienter und ergonomischer (neuer) Geräte
- Einkauf neuer Geräte nur bei Bedarf
Keine
Geschäftsbereich:
Finanzierung
Infos der Studierenden über Complianceregelungen innerhalb des STW
Keine
Risiken und Chancen
Zunahme von Managementanforderungen für das Studierendenwerk
Die steigenden Anforderungen an Steuerung, Dokumentation und Qualitätssicherung stellen für das Studierendenwerk ein Risiko dar – etwa durch Mehrbelastung, Fachkräftemangel oder begrenzte Ressourcen. Gleichzeitig bieten sie die Chance, Prozesse transparenter und fairer zu gestalten, Strukturen zu hinterfragen und Chancengleichheit systematisch zu verankern – etwa durch klar definierte Standards, Beteiligungsformate und diskriminierungsfreie Verfahren.
Zunahme von Managementanforderungen in der Lieferkette
Steigende Anforderungen an Transparenz und Nachhaltigkeit in der Lieferkette stellen für das Studierendenwerk ein Risiko dar – etwa durch höheren Kontrollaufwand, komplexere Beschaffungsprozesse und steigende Kosten. Zugleich eröffnen sie die Chance, Lieferketten sozial gerechter zu gestalten: durch faire Arbeitsbedingungen und diskriminierungsfreie Standards.
Datenschutz und Cybersecurity
Für ein Studierendenwerk stellt Datensicherheit ein wesentliches Risiko dar, da es mit sensiblen Informationen von Studierenden, Mitarbeitenden und Partnern arbeitet. Cyberangriffe oder Datenverluste können das Vertrauen massiv beeinträchtigen, rechtliche Folgen nach sich ziehen und den Betrieb erheblich stören. Der Schutz digitaler Systeme ist daher zentral für die organisatorische Stabilität und Glaubwürdigkeit.

Stakeholderinteressen: Mitarbeitende
Führungs- und Leitkultur:
Mitarbeitende wünschen sich eine wertschätzende, transparente und verlässliche Führung, die Beteiligung ermöglicht und klare Orientierung gibt. Eine gute Führungskultur stärkt Motivation, Teamzusammenhalt und Vertrauen – und ist damit zentral für ein nachhaltiges, zukunftsfähiges Arbeitsumfeld.


