Doppelte Wesentlichkeitsanalyse
Das Studierendenwerk Osnabrück und seine Studierenden
Nachhaltigkeitsthema:
StudiLeben mit Substanz
Geschäftsbereich:
Essen
- Transparenz bei Informationen
- Positive Kund:innenrückmeldungen über SWOSY
- Servicequalität und Freundlichkeit der Mitarbeitenden
- Umfassendes Speiseleitsystem inkl. Nährwertkennzeichnungen und Umweltscore
- Mensaführungen
- Barrierefreiheit in den Mensen
- Kostenlose Wasserzapfanlagen
- Förderung gesunder Ernährung
- Förderung der Chancengleichheit durch preiswerte Verpflegung
- Aktionswochen (z.B. Burgerwoche, Ostereiersuche, Gewinnspiele etc.)
Gesundheitliche Auswirkungen durch einseitige Ernährungsgewohnheiten seitens der Gäste
Geschäftsbereich:
Wohnen
- Bereitstellung von Infomaterial in verschiedenen Sprachen
- Gleichbehandlung bei der Wohnplatzvergabe für internationale und inländische Studierende (30% international)
Keine
Geschäftsbereich:
Finanzierung
- Sozialdatenschutz
- Jede:r Studierende:r hat die Möglichkeit einen Bafög-Antrag zu stellen
- Bildung und persönliche Entwicklung werden durch die Gewährung von Bafög-Leistungen ermöglicht
- Möglichkeit zur Finanzierung für ausländische Studierende aus Krisenländern (Afghanistan etc.)
Bafög-Satz deckt die Lebenserhaltungskosten nicht zu 100% (gesetzliche Vorgabe)
Geschäftsbereich:
Beratung
- Steigerung des Wohlbefindens der Studierenden durch psychologische Beratung
- Kostenfreie, niedrigschwellige, barrierefreie (digitale Beratung, englischsprachig, Fahrtstuhl, behindertengerechte Toiletten) und umfassende Beratungsmöglichkeiten für ALLE Studierenden (z.B. mit Migrationshintergrund, mit Behinderung, Transgender)
- Geschützter Raum für Studierende (z.B. durch Schweigepflicht, schallgeschützte Türen)
- Stärkung der sozialen Teilhabe und Inklusion durch Sozialberatung
- Beratung ausschließlich Studierender aus Osnabrück, Lingen, Vechta
Keine
Risiken und Chancen
Rückläufige Studierendenzahlen
Weniger Nutzer:innen bedeuten geringere Einnahmen in Bereichen wie Verpflegung, Wohnen oder Beratung – bei gleichzeitig fortbestehenden Fixkosten. Zudem kann die Auslastung von Infrastruktur und Personal sinken, was langfristig wirtschaftliche und organisatorische Herausforderungen mit sich bringt.

Stakeholderinteressen: Studierende
Bezahlbare Verpflegung:
Eine gesunde, ausgewogene und zugleich bezahlbare Ernährung ist für viele Studierende keine Selbstverständlichkeit – insbesondere in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten. Als Anbieter von Mensen und Cafeterien leisten wir einen unmittelbaren Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit und Gesundheitsförderung.
Sozial verträgliche Mieten:
Der Wohnraumdruck in Hochschulstädten ist hoch, insbesondere für einkommensschwache Studierende. Bezahlbarer Wohnraum ermöglicht nicht nur Chancengleichheit im Bildungszugang, sondern hat direkte Auswirkungen auf den Studienerfolg und die psychosoziale Stabilität.
Studienfinanzierung (BaföG, Stipendien):
Die finanzielle Absicherung ist eine zentrale Voraussetzung für ein konzentriertes, erfolgreiches Studium. Unterstützungsangebote wie das BAföG oder Stipendienberatung tragen dazu bei, soziale Ungleichheiten abzufedern und Bildungsgerechtigkeit zu fördern.
Psychologische Beratung:
Die mentale Gesundheit von Studierenden ist ein zunehmend relevantes Thema – nicht erst seit der Corona-Pandemie. Prüfungsdruck, Existenzängste oder soziale Isolation wirken sich direkt auf das Wohlbefinden und den Studienverlauf aus. Die psychologische Beratung stellt eine unverzichtbare Säule unseres Unterstützungsangebots dar.
Partizipation und Mitbestimmung:
Nachhaltigkeit ist nur dann glaubwürdig, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Die Möglichkeit zur Mitbestimmung stärkt nicht nur die Identifikation mit dem Studierendenwerk, sondern fördert auch demokratische Kompetenzen und soziale Teilhabe. Studierende wollen mitreden – und sie sollen es auch können.


